Fichtinger's acustisches Cabinett

Der Salzburger Rupertikirtag

Jedes Jahr um den 24. September findet in der Salzburger Innenstadt der Rupertikirtag an den Plätzen rund um den Dom statt. Die Initiative, den Rupertikirtag nach historischem Vorbild wiederaufleben zu lassen, geht auf die Kaufmannschaft der Innenstadt und insbesondere auf den Obmann der Genossenschaft "Salzburg - Innenstadt", Erwin Markl zurück. Nach der Gründung der Fußgängerzone in der Innenstadt wurde 1977 der Rupertikirtag zum ersten Mal wieder veranstaltet. Der Jahrmarkt im Herbst sollte sich von der moderneren Frühjahrsdult insofern abgrenzen, als traditionelles Brauchtum und Handwerk, sowie historische Fahrgeschäfte gezeigt werden.

Zu diesen nostalgisch aufbereiteten Attraktionen gehörten auch von Anbeginn an Drehorgeln und Carussellorgeln. Bereits beim ersten Rupertikirtag 1977 war die Familie Fichtinger mit einer historischen Drehorgel, ab dem zweiten Kirtag 1978 mit der großen 34er Ruth & Sohn Carussellorgel aus dem Jahr 1910 auf dem Residenzplatz vertreten.

Zusätzlich zur Carussellorgel wurde 1979 eine Ausstellung mit mechanischen Musikinstrumenten gezeigt, sowie 1980 eine Ausstellung von Musikautomaten und historischen Spielzeugen in Zusammenarbeit mit dem Salzburger Spielzeugmuseum veranstaltet.

Eine kleine Anerkennung für die jahrelange Treue dem Salzburger Rupertikirtag gegenüber ist auch die Sonderbriefmarke 2008 mit dem Bild der Ruth & Sohn Orgel vor dem Residenzbrunnen.

Von 1978 bis 2009 war die große Carussellorgel jedes Jahr auf dem Residenzplatz neben Autodrom und Wellensegler zu hören und sehen; mit nur einer Ausnahme im Jahr 1998, als uns wenige Tage vor dem Kirtag eine Maus die Bälge durchbiss.